Ausgerechnet eine Konfirmationsfeier nahmen die zahlreich anwesenden Gäste am Montag kurz nach Mitternacht in Heilbronn-Böckingen wahr, um eine große Schlägerei zu veranstalten. Nachdem der Wirt einer Gaststätte die Polizei um Hilfe gerufen hatte, bot sich den beiden eintreffenden Streifenwagenbesatzungen ein schlimmes Bild.
Rund 50 Personen hatten sich vor und in der Gaststätte versammelt. Mehrere Personen versuchten jemanden festzuhalten während sich andere Männer prügelten. Der Innenraum des Lokals war völlig verwüstet. Tische und Stühle waren umgeworfen; der Boden war mit Glasscherben von Flaschen und Gläsern übersät. Insgesamt war die Situation total chaotisch. Männer und Frauen schrien durcheinander, beleidigten sich gegenseitig oder versuchten immer wieder aufeinander loszugehen.
Nachdem weitere Streifenwagenbesatzungen hinzugezogen werden konnten gelang es schließlich, die größten mutmaßlichen Unruhestifter festzunehmen. Bei der Festnahme kam es zu massiven Widerstandshandlungen, so dass auch Pfefferspray eingesetzt werden musste.
Mit Faustschlägen, Fußtritten und mit Glaswürfen gingen die Kontrahenten auf die Polizeibeamten los. Drei Polizeibeamte erlitten dabei Verletzungen. Sechs der Unruhestifter im Alter von 23 bis 35 Jahren wurden in die Zellen der Polizeireviere Heilbronn und Heilbronn-Böckingen eingeliefert, wo sie den Rest der Nacht verbringen durften.
Der Hintergrund des Streites zwischen den Konfirmationsgästen ist nicht bekannt.
In diesem Zusammenhang sei nur erwähnt, dass die Konfirmation das bewusste „Ja“ zum christlichen Glauben bedeutet. Es ist zu vermuten, dass dies zumindest den randalierenden Gästen, so wohl nicht bekannt war.